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Explosionsartiges Wachstum und Diversifikation



1960s to 1970s In den 1960er Jahren wuchs BOC explosionsartig, während in der darauf folgenden Dekade die Diversifikation des Unternehmens im Vordergrund stand.

Die Entdeckung der Öl- und Gasevorkommen in der Nordsee 1965 brachte neue Herausforderungen durch den steigenden Bedarf an großen Schiffen, Speichertanks und Pipelines. Diese wurden fast ausschließlich aus Metall hergestellt und mussten nach außergewöhnlich hohen Standards geschweißt werden, um den großen Belastungen auf See und den zersetzenden Chemikalien Stand halten zu können.

Mitte der 1960er Jahre kaufte BOC den bedeutenden Schweißgerätehersteller Murex. Zu diesem Kauf gehörte ein Spezialmetallunternehmen, das Hartmetall- und Ferrolegierungen herstellte und Metalle veredelte.

Stickstoff diente auch als Gas für Schutzatmosphären bei der Verpackung von Lebensmitteln und bei Industrieverfahren, für die Aufbewahrung von in der Medizin verwendeten Stoffen sowie für Lagerung und Transport von Bullensperma.

Der Kauf von Edwards High Vacuum 1968 ergänzte das BOC-Portfolio um Vakuumpumpen, Elektronenstahlschweißen, Dünnfilmbeschichtung und Gefriertrocknung.

Während dieses Jahrzehnts nahm die Bedeutung von Spezialgasen immer mehr zu: Xenon, Krypton und Neon in Forschung und Industrie, Helium als Super-Kältemittel in der Forschung.

1971 installierte BOC den damals größten kommerziellen Großrechner Großbritanniens, der an ein nationales Terminal-Netzwerk angeschlossen war.

Im Laufe der Siebzigerjahre konzentrierte sich BOC auf die Diversifikation unter anderem in den Bereichen Nahrungsmittel und medizinische Geräte. Für Auslandskunden und BOC-Tochtergesellschaften wurden neue Gasproduktionsanlagen in Großbritannien errichtet und in Betrieb genommen. 1975 wurde die Gesellschaft in BOC International Ltd. umbenannt.

Etwa elf Jahre nach dem ersten Joint Venture mit dem amerikanischen Hersteller Airco verdoppelte sich 1978 die Größe von BOC durch die vollständige Übernahme des Unternehmens.